Technologie

Watertuun – eine Aquaponik-Farm für Bremen

Das urban farming Projekt Watertuun hat sich zum Ziel gesetzt, die erste Aquaponikanlage in und für Bremen zu bauen, um Lebensmittel dort zu produzieren, wo sie gegessen werden: in der Stadt. Dadurch sollen lange Transportwege, der Einsatz von Medikamenten und Pestiziden vermieden werden und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion erreicht werden. Besonders an der Nutzung einer Aquaponikanlage ist der Anbau von Lebensmitteln ohne Erde. Wer Näheres über die Funktion einer Aquaponikanlage erfahren möchte, findet interessante Informationen auf der Watertuun-website.

Mit Hilfe der entstehenden Schauanlage möchte das Team veranschaulichen, wie eine zukunftsfähige Lebensmittelproduktion in der Stadt aussehen könnte und bietet in verschiedenen Umweltbildungsangeboten die Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen.

Im Jahr 2018 startete Watertuun mit einer Testanlage. Im Jahr 2019 ging die Anlage in die zweite Saison. Die Zander haben den Winter gut überstanden und in den Rohren der Dachanlage wuchs verschiedenes Gemüse, das durch die Ausscheidungen der Fische gedüngt wurde. Anfang 2020 konnte Watertuun an einen größeren Standort umziehen und ist ab sofort in der Bremer Überseestadt zu finden.

Nähere Informationen zu Watertuun erhalten Sie hier.

EntoSus

EntoSus ist Europas erste Naturland-zertifizierte Bio Insektenzucht, die Grillen als nachhaltige Alternative für pikante Gerichte und Snacks züchtet. Die Zucht erfolgt nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Die Tiere werden fast ausschließlich mit Reststoffen aus der Agrar- und Lebensmittelindustrie gefüttert. Damit verfolgen die Gründer das primäre Ziel, eine Lösung für eine nachhaltige und klimafreundliche Lebensmittelproduktion zu finden. Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft hat dabei einen hohen Stellenwert. Auch die Aufzucht und Verarbeitung erfolgt unter nachhaltigen Gegebenheiten. Die Zucht von Insekten benötigt deutlich weniger Platz als die herkömmliche Tierzucht. Gegenüber der Erzeugung von Rindfleisch entstehen bei der Grillenzucht nur 1% der Treibhausgasemissionen und es wird insgesamt 15.000-mal weniger Wasser benötigt. Da die Aufzucht und Verarbeitung außerdem an einem Ort stattfindet sind auch unnötige Transportwege ausgeschlossen.

Nähere Informationen zu EntSus erhalten Sie hier.

Kasseler Bunkerpilz

Das Team des Projektes „Kasseler Bunkerpilze“ trieb die Frage an, wie Lebensmittel in der Stadt mit anfallenden Ressourcen angebaut werden können, ohne auf große Flächen angewiesen zu sein. Das Ergebnis ist der Anbau von Pilzen.

Mittlerweile sammelt das Team per Lastenfahrrad und Straßenbahn Kaffeesatz aus Kasseler Cafés und stellt daraus Substrat für die Pilzzucht her. Nach vier bis sechs Wochen wachsen daraus verschiedene Seitlingsarten, die täglich ohne lange Transportwege an Menschen verkauft werden, die Wert auf frische Lebensmittel legen.

Die Pilze wachsen unterirdisch in Kellerräumen. Dort finden sich nicht nur ideale Bedingungen für die Pilzzucht, sondern auch jede Menge ungenutzter Raum. Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.