Prioritäre Projekte

In drei prioritären Projekten wird das Bündnis Methoden und Werkzeuge für die gemeinsame Entwicklung von innovativen Konzepten entwickeln und die Bündnisstrategie noch besser auf die Besonderheiten unserer Region anpassen:

Projekt 1 – Strategieentwicklung

Das Bündnis WSL ist erfolgreich, wenn sich alle Partner:innen gleichberechtigt und aktiv einbringen können. Ziel von Projekt 1 ist es, die Bündnisstrategie kontinuierlich weiterzuentwickeln, um ein integriertes Innovationsökosystem in der Region aufzubauen und auf lange Sicht zu verstetigen. Grundlage dafür ist die Etablierung und Institutionalisierung von Rückkopplungsschleifen im Bündnis sowie in der Region. Diese Schleifen erlauben es allen Partner:innen, Ziele und Prozesse zu reflektieren sowie ihre Bedürfnisse und Bedarfe zu kommunizieren. Das Projekt „Strategieentwicklung“ macht das Bündnis arbeitsfähig. Es ermöglicht die Erkundung und Sondierung passender „Netzwerkknoten“ – das sind Institutionen, Orte oder Personen mit besonderer Bedeutung für die Innovationskreisläufe der Region. Veranstaltungen und Prozesse werden abgestimmt auf die jeweilige inhaltliche und soziale Situation, damit Innovationen gefunden, initiiert und umgesetzt werden können. Zudem werden so Kompetenzen aufgebaut, Wissen wird vermittelt und die gesellschaftliche Akzeptanz des gesamten Bündnisses wird gefördert.

Projekt 2 – Innovationsmanagement

Das Innovationsmanagement flankiert und unterstützt die Umsetzung der prioritären Projekte und aller weiteren Projektideen des Bündnisses, indem es die Akteur:innen in die Innovationskreisläufe der Region Unterweser einbindet und sie daran beteiligt. Existierende Angebote der Innovationsförderung und -finanzierung sowie relevante Beratungsangebote von der Gründung bis zur Expansion werden in diesem Projekt vernetzt. Um sowohl innovationserfahrene als auch -unerfahrene Bündnispartner:innen gleichberechtigt voranzubringen, wird dabei ein gegenseitiger Austausch, ein Wissens- und Technologietransfer, organisiert. So fördert das Projekt die Schaffung einer regionalen Struktur aus analogen und digitalen Netzwerkknoten, die als lokale Innovationhubs in der Region dienen werden. Die Erprobung und Verstetigung dieses Innovationsmanagements ist ein zentraler Baustein für die Etablierung des Bündnisses in der Region.

Projekt 3 – Closing The Loop

Das Bündnis WSL möchte ein breites Spektrum an gesellschaftlichen Akteur:innen in transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben einbinden. Dies erfordert neue und innovative Methoden der Koordination, Kooperation und Ko-kreation. Das Projekt „Closing The Loop“ wird solche Methoden im Reallabor anhand des Beispiels der Speisepilzzucht entwickeln und erproben. Die Speisepilzzucht auf nachhaltigen Nährmedien ist ein Kettenglied zwischen der Lebensmittelproduktion und einer regionalen Kreislaufwirtschaft. Um diesen Kreislauf zu schließen („Closing The Loop“) und eine regionale Produktion von Pilzen zu unterstützen, werden für verschiedene Pilzarten optimierte Nährmedien entwickelt, die auf nachhaltigen Rohstoffen basieren und regionale Reststoffströme nutzen. Um neuen Betriebe den Start zu erleichtern, wird hierbei besonders auf die Optimierung der Zusammensetzung und eine Reproduzierbarkeit unter nicht sterilen Bedingungen geachtet. Die neuen Nährmedien werden in der Praxis in lokalen Betrieben getestet, um deren Anwendbarkeit zu überprüfen. Unterstützt durch die Projekte Strategieentwicklung und Innovationsmanagement, dient „Closing The Loop“ als Pilotprojekt für transdisziplinäre Forschungsmethoden – in der nachhaltigen Lebensmittelwirtschaft und in der Bündnisregion.